In Hawaii werden Fußgänger, die ihr Smartphone betrachten, mit einer Geldstrafe belegt

Der erste Staat zu sanktionieren

Während die meisten Bundesstaaten in den USA Autofahrer bestrafen, die während der Fahrt Textnachrichten senden, bestraft keiner Fußgänger. Hawaii ist daher der erste. Das seit letztem Herbst geltende Gesetz gilt für Smartphones, aber auch für Laptops, Tablets oder Videospielkonsolen. In den Vereinigten Staaten nehmen die Todesfälle durch Fußgänger erheblich zu. In Frankreich ist das Phänomen besorgniserregend. 65% der Fußgänger * (einschließlich 91% der 18- bis 24-Jährigen und 25- bis 34-Jährigen) konsultieren ihr Telefon beim Gehen oder Überqueren der Straße. *YouGov Umfrage für Ford, 2019

Bis zu 99 $ in Ordnung

In Hawaii hat die Stadt Honolulu einen starken Schritt gemacht. Für Fußgänger, die sich mit in ihr Smartphone getauchten Augen auf die Straße wagen, ist die Strafe hoch: 35 US-Dollar für die erste Straftat und bis zu 99 US-Dollar für wiederholte „Smombies“. Fußgänger haben jedoch das Recht, während der Überfahrt zu telefonieren oder im Notfall ihr Smartphone zu konsultieren. Die Maßnahme trat 2017 in Kraft und begeisterte andere Städte wie Sassari auf Sardinien, wo die Geldbuße 22 Euro beträgt.

Andere innovative Lösungen

Anstelle einer Geldstrafe haben sich mehrere Städte alternative Lösungen vorgestellt. In Tel Aviv warnen helle LEDs, die an Kreuzungen auf dem Boden angebracht sind, abgelenkte Fußgänger. In Augsburg wurden auf der Fahrbahn in der Nähe der Straßenbahnhaltestellen Lichter installiert. In Seoul blitzt eine mit einem Radar und einer Wärmebildkamera ausgestattete Kreuzung den Boden auf, wenn ein Fahrzeug ankommt. Und eine App warnt Fußgänger bei Gefahr. Eine Warnung, die sie erhalten ... auf dem Bildschirm ihres Smartphones!


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Und in Frankreich?

Die Straßenverkehrsordnung sieht eine Geldstrafe von 4 € für Fußgänger vor, die einen Fußgängerüberweg überqueren, sofern einer innerhalb von 50 Metern vorhanden ist. Wenn die Stadt Saint-Etienne im Jahr 2014 die Einwohner des „irregulären Übergangs“ schuldig gesprochen hatte, bleibt dieses Gesetz in der Praxis unangemessen. Für Jean-Paul Lechevalier, Sprecher des Vereins 60 Millionen Fußgänger, "Fußgänger zu beschimpfen, wenn sie ein Verschulden haben, ist in der Praxis ineffektiv und unmöglich. Die einzige Lösung sind Informationen. Es sollten permanente Kampagnen über das Fernsehen und soziale Netzwerke stattfinden." Im Oktober 2017 startete die Tour-Polizei ein Schockvideo, um das Bewusstsein zu schärfen. In einem Clip wird ein junger Mann, der auf sein Smartphone geklebt ist, von einem Auto heftig angefahren. Die Nachricht könnte nicht klarer sein: "Sei vorsichtig, lass deinen Bildschirm fallen!"

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